-090306 Handeln statt Reden
Baufachleute interessieren sich für Baustellenautomation

Im ersten Tiefbau-Seminar dieser Art in der Schweiz vom vergangenen Mittwoch, 18. und Donnerstag, 19. Februar 2009 informierten sich mehr als 80 Fachleute aus dem Bereich Tiefbau über die neuste Technik im Bereich "Innovative Baustellentechnologie, Bodenverbesserung und Bodenverdichtung im Tiefbau".
   
In der Anlage des CAMPUS SURSEE, wo jährlich hunderte von Baufachleuten ausgebildet werden, organisierte die Gebr. Egli Maschinen AG in Zusammenarbeit mit AZ SBV ein Tiefbau-Seminar. Nach der Begrüssung durch Roland Egli, informierten in einem ersten theoretischen Teil, verschiedene Referenten über die Automatisierung im Kanal- und Tiefbau. Nick Maier (Gebrüder Egli Maschinen AG) widmete sich der effektiven Arbeitsweise, den neuen technischen Möglichkeiten und führte konkrete Kalkulationsbeispiele aus der Praxis auf.

 Vorhandener Boden als Baustoff nutzen
Auf die wirtschaftliche und flexible Bodenverbesserung im Kanal- und Tiefbau mit dem e.p.m® - System ging Dip. Ing. Horst Möhrle (MTS GmbH) ein. Fragen wie, kann Boden als Baustoff genutzt und teurer Abtransport vermieden werden, konnten mit einem klaren "ja" beantwortet werden. Hier profitierten die Seminarteilnehmer von der grossen Erfahrung aus Deutschland, die dem Kostendruck schon länger standhalten müssen.

Umsetzung in der Praxis
Analysieren, Investieren und danach erfolgreich umsetzen, sind die drei Stufen, die für eine erfolgreiche Einführung neuer Systeme wichtig sind. Partner, wie die Gebrüder Egli Maschinen AG, beraten bei allen drei Schritten und sind besonders stark in der praktischen Umsetzung durch Maschinistenschulung und Einführung der Mitarbeiter an jedem mit OilQuick montierten Bagger.Im Vortrag von Roger Walter (walter + bai AG) beschrieb der Referent dynamische Plattendruckversuche zur Eigenkontrolle durch das Fallgewichtsgerät.

Bodenverbesserung mit Bindemittel
Harry Wirth (Holcim Schweiz) verfügt über grosse Kenntnisse bei der Bodenverbesserung mit Bindemittel und gab diese den Seminarteilnehmern weiter. Das richtige Bindemittel, gute Durchmischung (Homogenisierung) und ausreichende Verdichtung sind die wichtigsten Regeln, die es zu beachten gibt.Ganz speziell wurde es beim Thema "Flüssigboden ein selbstverdichtendes Verfüllmaterial" von Rolf Gabriel (Spartenleiter Tiefbau, Weiss+ Appetito AG) Er führte die Vor- und Nachteile dieser Art von Kanalbau aus. Auch bei diesem System werden mit dem vorhandenen Boden und zugeführten Zusatzstoffen die Transport und Deponiekosten gespart.

Fachleute aus der ganzen CH tauschen aus
Das gemeinsam in der Kantine des CAMPUS SURSEE eingenommene Mittagessen, lud ein zu interessanten Gesprächen unter Baufachleuten der ganzen Schweiz und wurde rege benutzt.

 Maschinendemo am Nachmittag
Der Nachmittag stand im Zeichen des Praxiseinsatzes auf dem Übungsgelände des CAMPUS SURSEE. Mit Oilquick ausgerüstete Bagger standen mit  div. Anbaugeräten wie Felsfräse, Schaufelseparator, Vibroplatte und Hydraulikmagnet im Einsatz. Theoretisches Wissen konnte hier vertieft, konkrete Fragen anhand des Maschineneinsatzes gestellt werden.


Nächstes Tiefbauseminar
Zur Frage, wie die Idee zu diesem Seminar entstanden ist, führt Roland Egli (Gebrüder Egli Maschinen AG) aus: "Mit einigen Kunden besuchten wir ein ähnliches Seminar in Deutschland. Die Nachfrage nach Informationen der neusten Technik nahm zu, sodass wir die Schulung nun erstmals hier in der Schweiz durchführen konnten. Die Baubranche befindet sich in einer Situation, in der sich Unternehmer nach effizienteren Hilfsmitteln und neuen Technologien umsehen. Dieses Seminar bietet Gelegenheit, sich vertieft mit der Materie auseinander zu setzten und von den Erfahrungen anderer zu profitieren." Wird dieser Anlass nun regelmässig durchgeführt? Roland Egli: "Das nächste Seminar ist für den Februar 2010 geplant. Das Interesse der 80 Besucher an diesen beiden Tagen war gross. Dieses Seminar hat Unternehmer angesprochen, die Handeln statt Reden. Die Krise als Chance sehen und sich weiterentwickeln wollen."

Weitere Infos und Bilder auf www.gebr-egli.ch