13.05.2026

Mehr Sicherheit durch innovative Kamera-Monitor-Systeme in mobilen Baumaschinen

ETH Zürich untersucht den Einsatz von Kamera-Monitor-Systemen am CAMPUS SURSEE

Im Rahmen einer praxisnahen Feldstudie hat die ETH Zürich am CAMPUS SURSEE den Einsatz von Kamera-Monitor-Systemen (KMS) in Baumaschinen untersucht.

Es ging dabei darum, wie Maschinenführer/innen im Arbeitsalltag direkte Sicht, Aussenspiegel und Kamera-Monitor-Systeme (KMS) gemeinsam nutzen, um Personen und Hindernisse im Umfeld der Maschine wahrzunehmen. Mit Gestaltungsmassnahmen für die KMS und die Informationsdarstellung auf den Monitoren soll die Unfallprävention verbessert werden. Mit den erhobenen Daten wird auch untersucht, wie mit Modellen der Künstlichen Intelligenz (KI) kritische Situationen frühzeitig erkannt werden können. Die Feldstudie ist Teil eines Forschungsprojekts der ETH, das durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gefördert wird.

Im Fokus steht die Frage, wie Sichthilfen – insbesondere KMS – im realen Arbeitsalltag tatsächlich genutzt werden. Diese Erkenntnisse liefern wichtige Einsichten für die ergonomische Gestaltung künftiger Mensch-Maschinen-Schnittstellen. Die Nutzung von KMS verändert das Blickverhalten: Anstelle eines direkten Blicks oder in den Spiegel erfolgt die Wahrnehmung über Monitore im Fahrerhaus. Hindernisse und Personen dürfen auf den Monitoren nicht zu klein dargestellt sein, damit sie sicher entdeckt werden können. Zusätzlich werden während der Feldstudie Daten von tragbaren Sensoren erhoben, die für die Entwicklung von KI-Modellen zur Unterstützung von Maschinenführer/innen genutzt werden können. Darüber hinaus zeigt das Projekt, wie tragbare Sensortechnologien (Wearables) künftig einen Beitrag zur Arbeitssicherheit leisten können.

Die Untersuchungen am CAMPUS SURSEE fanden unter realistischen Bedingungen statt und beziehen sowohl erfahrene Baumaschinenführer/innen als auch Lernende ein. Damit liefern sie wertvolle Erkenntnisse für die Aus- und Weiterbildung im Transport- und Baugewerbe. Es wurde deutlich, dass neben der technischen Weiterentwicklung auch die Schulung der Anwender:innen eine zentrale Rolle spielt, damit Sichthilfen im Arbeitsalltag zur Unfallprävention beitragen

Autorin: Esther Tanner, Koordinatorin Marketing & Kommunikation, CAMPUS SURSEE

 

Shuaixin Qi (ETH Zürich) und Dr. Peter Nickel (Institut für Arbeitsschutz der DGUV) sind an der Feldstudie intensiv am Forschen und Daten erheben. 

 

Jetzt das Video der Feldstudie ansehen:
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