Patrick Arnold kennt den CAMPUS SURSEE bestens. Sowohl die Bauvorarbeiterschule als auch die Vorbereitung auf die Berufsprüfung Baupolier Hochbau hat er bei uns absolviert. Mit Erfolg: Bei der eidgenössischen Baupolierprüfung Hochbau erzielte Patrick das beste Resultat der Schweiz.
Diese besondere Leistung wollten wir natürlich persönlich würdigen. Ein Team des CAMPUS SURSEE besuchte Patrick und überreichte ihm einen Gutschein von Herger Sport.
Dabei haben wir die Gelegenheit genutzt, mit ihm über seine Leidenschaft für die Baubranche, seine Erfahrungen während der Weiterbildung und seine Tipps für angehende Baupolierinnen und Baupoliere zu sprechen.
Nein, eigentlich nicht. Das Interesse kam erst später durch das Schnuppern. Als Kind habe ich aber immer gerne mit angepackt – sei es zu Hause oder bei meinem Onkel auf dem Bauernhof. Das Handwerkliche hat mir schon damals Freude bereitet.
Ja, genau. Ich habe gerne praktisch gearbeitet und etwas mit den Händen geschaffen. Ein Bürojob wäre für mich nie infrage gekommen. Ich bin gerne draussen unterwegs und scheue auch Wind und Wetter nicht.
Ich habe Berufsinfotage besucht und verschiedene Schnupperlehren absolviert. Relativ schnell wurde mir klar, dass der Beruf des Maurers genau das Richtige für mich ist.
Meine Ausbildung habe ich bei der Gamma AG, einer Hochbaufirma im Kanton Uri, abgeschlossen.
Zuerst absolvierte ich den Militärdienst. Danach arbeitete ich mehrere Jahre als Maschinist und war vor allem mit dem Bagger unterwegs. Da meine damalige Firma hauptsächlich im Hochbau tätig war, suchte ich irgendwann nach einer neuen Herausforderung und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten.
Genau. Ich wechselte zur Firma Kalbermatter. Hier konnte ich eigene Baustellen betreuen und gleichzeitig weiterhin mit Maschinen arbeiten. Das war für mich ein wichtiger nächster Schritt.
Nach einigen Jahren Berufserfahrung absolvierte ich die Bauvorarbeiterschule und anschliessend die Weiterbildung zum Baupolier.
Während der Bauvorarbeiterschule bin ich meistens nach Hause gefahren. Wir hatten eine Fahrgemeinschaft aus dem Kanton Uri. Während der Baupolierschule habe ich mich dann bewusst für ein Zimmer auf dem Campus entschieden.
Das Lernen fiel mir dadurch deutlich leichter. Man ist weg vom Alltag, hat weniger Ablenkung und kann sich am Abend nochmals intensiv mit dem Unterrichtsstoff beschäftigen. Gleichzeitig bot sich die Gelegenheit, mit den Klassenkameraden Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam zu lernen oder den Tag ausklingen zu lassen.
Ja, absolut. Bereits während meiner Maurerlehre besuchte ich dort regelmässig überbetriebliche Kurse. Auch später bei verschiedenen Maschinenkursen war ich oft am Campus. Deshalb kannte ich die Infrastruktur und das Bildungsangebot bereits sehr gut.
Ja, das kann man durchaus so sagen.
Sehr positiv. Viele Inhalte lassen sich direkt auf der Baustelle anwenden. Bei gewissen Themen braucht es etwas mehr Erfahrung, bis man die Zusammenhänge vollständig versteht und in der Praxis umsetzen kann.
Ja, solche Momente gab es immer wieder. Man erkennt Zusammenhänge besser und versteht, weshalb gewisse Abläufe auf der Baustelle genau so funktionieren.
Auf jeden Fall. Viele Themen konnte ich dank meiner Praxiserfahrung schneller einordnen. Gleichzeitig gab es Bereiche, in denen ich noch wenig Erfahrung hatte – insbesondere in der Personalführung. Dort war die Ausbildung besonders wertvoll.
Die Bereiche Personalführung und Lehrlingsausbildung haben mir sehr viel gebracht. Diese Inhalte helfen mir heute sehr in meiner täglichen Arbeit als Polier.
Ja, definitiv. Für mich war dieser Ausbildungsweg ideal. Zuerst einige Jahre Berufserfahrung sammeln, danach die Bauvorarbeiterschule absolvieren und anschliessend die Baupolierschule besuchen. So konnte ich das Gelernte jeweils direkt in die Praxis übertragen.
Man sollte keine Angst vor dem Einstieg haben. Die Ausbildung ist gut aufgebaut und holt die Teilnehmenden dort ab, wo sie stehen. Wichtig ist, auf der Baustelle die Augen und Ohren offen zu halten, neugierig zu bleiben und bereit zu sein, Neues zu lernen.
Nein, überhaupt nicht. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und von anderen zu lernen. Die Ausbildung vermittelt die notwendigen Grundlagen. Die eigentliche Praxiserfahrung sammelt man anschliessend auf den Baustellen.
Nein, grundsätzlich wurden alle wichtigen Themen behandelt. Was keine Schule vermitteln kann, sind die Erfahrungen, die man im Berufsalltag sammelt. Diese muss jeder selbst auf den Baustellen machen.
Im Moment arbeite ich sehr gerne als Baupolier. Mir gefällt die Arbeit mit den Menschen und die Verantwortung auf der Baustelle. Gleichzeitig schliesse ich nicht aus, mich in Zukunft nochmals weiterzubilden und den Schritt zum Bauführer zu machen.
Ja, genau. Und das macht den Beruf und die Branche so spannend.
Herzlichen Dank für das Gespräch Patrick.
Das Interview führte Esther Tanner, Koordinatorin Marketing & Kommunikation
Was hinter Patricks Erfolg steckt
Was hat Patrick auf seinem Weg zum Baupolier angetrieben? Im Video erzählt er, warum er sich für die Baupolierschule am CAMPUS SURSEE entschieden hat, welche Erfahrungen ihn geprägt haben und was er zukünftigen Teilnehmenden mitgeben möchte.
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