02.09.2026

«Der Bau hat mich schon als Kind fasziniert»

Erfolgreich durchgestartet: Luca Gisler ist bester Absolvent der eidg. Bauvorarbeiterprüfung Hochbau 2026

Nach der Maurerlehre ist die Bauvorarbeiterschule für viele der nächste Schritt auf dem Karriereweg. Auch Luca Gisler hat sich für diesen Weg entschieden und die eidgenössische Bauvorarbeiterschule am CAMPUS SURSEE mit grossem Erfolg abgeschlossen. Er wurde Jahrgangsbester.

Wir haben Luca gefragt, was ihn zu dieser Weiterbildung motiviert hat, was er aus seiner Zeit am CAMPUS SURSEE mitnimmt und was ihm besonders gefallen hat. Für seine starke Leistung besuchte ihn ein Team des CAMPUS SURSEE persönlich und überreichte ihm einen Geschenkgutschein der Bikewelt Gisler.

 

Luca, hast du schon als Kind den Traum gehabt, auf dem Bau zu arbeiten? 

Ja, das Interesse wurde mir eigentlich schon früh mitgegeben. Mein Vater arbeitete ebenfalls auf dem Bau und ist heute als Baumeister tätig. Wenn wir zu Hause etwas gebaut oder gewerkelt haben, hat er mir vieles gezeigt. Das hat mich fasziniert und mein Interesse an der Baubranche geweckt.

Du hattest das Bauen also von klein auf im Blut?

Ja, das kann man so sagen. Die Begeisterung für das Bauen war schon früh da.

War für dich immer klar, dass du diesen Weg einschlagen möchtest?

Ich habe mir auch andere Berufe angeschaut, beispielsweise Metallbauer, Zimmermann oder Schreiner. Am Ende hat mich der Bau jedoch am meisten angesprochen. Deshalb habe ich mich für diesen Weg entschieden.

Wie ging es nach der Berufswahl weiter?

Ich absolvierte eine Schnupperlehre und bewarb mich kurze Zeit später. Danach konnte ich den Lehrvertrag unterschreiben.

Wo hast du deine Lehre absolviert?

Meine Ausbildung habe ich bei Gamma Bau in Schattdorf gemacht. Nach der Lehre blieb ich noch ein halbes Jahr im Betrieb, bevor ich nach Weihnachten zur PORR Suisse wechselte. Dort arbeite ich mittlerweile seit rund drei Jahren.

Wann entstand der Wunsch nach einer Weiterbildung?

Der Gedanke, mich weiterzuentwickeln, war schon länger vorhanden. Ich suchte das Gespräch mit meinem Vorgesetzten, der mich in meinem Vorhaben unterstützte. Er meinte, wenn der Wille da sei, solle ich mich anmelden. So kam der Stein ins Rollen.

War für dich von Anfang an klar, dass du die Vorarbeiterschule am Campus Sursee besuchen würdest?

Ja, das war eigentlich nie eine Frage. Frühere Absolventen aus unserem Betrieb hatten gute Erfahrungen gemacht und den Campus Sursee empfohlen.

Wie hast du die Zeit während der Ausbildung erlebt?

Ich habe jeweils direkt auf dem Campus übernachtet. Das war sehr angenehm, weil ich mich nach dem Unterricht voll auf das Lernen konzentrieren konnte. Nach dem Abendessen traf man sich oft mit den Kollegen, tauschte Erfahrungen aus oder lernte gemeinsam. Dieser Austausch war für mich sehr wertvoll.

Wie hast du den Unterricht erlebt?

Für mich war die Schule eine ideale Ergänzung zur täglichen Arbeit. Der Unterricht war sehr praxisnah gestaltet, sodass ich viele Inhalte direkt mit meinem Berufsalltag verknüpfen konnte. Dadurch machte der Lernstoff Sinn und liess sich unmittelbar auf der Baustelle anwenden.

Auch die digitalen Lernmittel waren neu für dich?

Ja. Während meiner Lehre arbeiteten wir noch ausschliesslich mit Papierunterlagen. Die digitale Lernplattform Konvink war deshalb zunächst eine Umstellung. Mit der Zeit habe ich aber die Vorteile erkannt. Es ist sehr praktisch, alle Unterlagen und Informationen an einem Ort verfügbar zu haben.

Gab es besondere Highlights während der Ausbildung?

Besonders spannend fand ich die Themen Berufsbildner und Menschenverständnis. Zudem schätzte ich die unterschiedlichen Lehrpersonen mit ihren verschiedenen Fachgebieten und Sichtweisen. Dadurch war der Unterricht abwechslungsreich und praxisnah. Auch der Austausch mit den anderen Teilnehmenden war sehr bereichernd, weil jeder seine eigenen Erfahrungen einbringen konnte.

Gab es auch etwas, das du vermisst hast?

Ein Thema, das meiner Meinung nach noch stärker behandelt werden könnte, ist der Umgang mit dem Tachymeter beziehungsweise der Totalstation. Auf unseren Baustellen arbeiten wir täglich damit. Deshalb würde ich diesem Bereich in der Ausbildung noch etwas mehr Gewicht geben.

Wie hast du dich auf die eidgenössische Prüfung vorbereitet?

Dank des Prüfungsvorbereitungskurses am Campus Sursee fühlte ich mich sehr gut vorbereitet. Wir konnten alle relevanten Themen nochmals durchgehen und verschiedene Prüfungssituationen üben. Dadurch musste ich kurz vor der Prüfung nicht mehr allzu viel lernen.

Und das hat sich im Resultat gezeigt?

Ja, das darf man so sagen.

Kannst du dir vorstellen, dich künftig nochmals weiterzubilden?

Ja, definitiv. Das steht auf meiner persönlichen To-do-Liste. Im Moment möchte ich aber zuerst weitere Erfahrungen sammeln und das Gelernte in der Praxis vertiefen. Wann die nächste Weiterbildung folgt, ist noch offen.

Welchen Tipp würdest du angehenden Bauvorarbeitern mit auf den Weg geben?

Ich empfehle, vor der Weiterbildung zunächst einige Jahre Berufserfahrung zu sammeln. Wer bereits Einblicke in Aufgaben wie Arbeitsorganisation, Rapportwesen oder die Unterstützung des Poliers erhalten hat, profitiert deutlich stärker vom Unterricht. So fällt der Einstieg leichter und man kann die Inhalte besser einordnen.

Die Führung von Mitarbeitenden war für dich ein neues Thema. Kannst du das Gelernte heute anwenden?

Ja, auf jeden Fall. Der Baupolier gibt die Richtung vor, aber auf der Baustelle bin ich dafür verantwortlich, Arbeitsabläufe zu organisieren und zu koordinieren. Genau dabei helfen mir die Inhalte aus der Vorarbeiterschule heute jeden Tag.

 

Luca, herzlichen Dank für das Interview.

Das Interview führte Esther Tanner, Koordinatorin Marketing & Kommunikation

Vom Maurer zum Prüfungsbesten

Was hat Luca dazu bewegt, die Bauvorarbeiterschule am CAMPUS SURSEE zu besuchen? Im Video erzählt er von seiner Motivation, seinen Erfahrungen während der Weiterbildung und davon, was ihm besonders gefallen hat.

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